Fertigkeiten und Ausbildung

Fertigkeiten und Ausbildung (Skills & Education) stellen, neben den drei Hauptbereichen Markt & Business, Prozessen & Infrastruktur, Technologie & Architektur, einen vierten orthogonalen Bereich im P4-Framework dar, in denen es  um Erfahrungsaustausch, Lernen sowie Methoden und Werkzeuge spezieller Wissens- und Erfahrungspraktiken geht. Für jede dieser Praktiken kann es eine eigene Community-of-Practice (CoP) geben.

In den interdisziplinären Teams kommen diese Themen potenziell zu kurz, da die Experten bzw. Interessenten strukturbedingt in verschiedenen Teams beheimatet sind.

Typische CoPs sind z.B. folgende:

  • Anforderungserhebung und -management
  • Testmanagement und Testentwicklung
  • Mechanische Entwicklung, Vorgehensweisen und MCAD-Tools
  • Electronic Engineerig und ECAD-Tools
  • Simulationen

aber auch

  • Cloud-Technologien
  • Methodik und Didaktik für Trainer
  • SAP-Gurus
  • IT in der Organisation
  • Moderationstechniken

Innerhalb der P4-Bereiche haben die entsprechenden Gruppen auf Cluster-Ebene (TSMG, TPOG, TSEG), sowie auf Organisationsebene (CSMG, CPOG, CSEG), neben ihren inhaltlichen Aufgaben, auch den Auftrag, sich um Fertigkeiten & Ausbildung zu kümmern, wie Erfahrungsaustausch, Weiterbildung und Werkzeuge. Es macht aber ggf. Sinn, einige dieser Themen innerhalb einer Community-of-Practice zu behandeln, um sie einer größeren Gruppe zugänglich zu machen. So ist das Thema „Requirements Engineering“ sicherlich nicht nur für Product Owner wichtig.

CoPs können für alle benötigten Fertigkeiten und „Disziplinen“ gegründet werden.

Selbstorganisation der Community-of-Practice

Für eine Gründung reicht es, dass mindestens drei Personen sich für ein Thema interessieren und dafür ihre Practice-Zeit investieren wollen. Eine Practice benötigt eine Practice-Mission, in der das Selbstverständnis beschrieben ist und einen Practice-Backlog, in dem alle Themen landen, die der Community-of-Practice wichtig sind. Gemeinsam werden die Themen bearbeitet, entweder mittels Scrum, wenn der Großteil der Themen planbar ist; mittels Kanban, wenn die Themen eher ad-hoc aufkommen.

Gibt es kein genügendes Interesse mehr an der Practice, haben also weniger als drei Personen ein Interesse daran, wird die Practice eingefroren bzw. beendet.

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